Meine ersten Sommerrollen

Och, dafür dass ich die noch nie gemacht hab, sind die ganz nice geworden, muss ich sagen. Sogar so nice, dass das Beitragsbild auf Insta mein erfolgreichster Post EVER war. Erstaunlich was so ein paar bunte Farben und ein Minzblatt ausrichten können. 😀

Anyhow! Rezept für ne ordentliche Sauce findet ihr als Dressing in meinem Blackbean Pasta Post oder ansonsten auch bei eat this org! Und was die Auswahl des Gemüses betrifft, hab ich mich an den Klassikern orientiert:

  • feine Karottenstreifen
  • feine Paprikastreifen
  • Gurkenstreifen
  • Räuchertofu in Streifen
  • Kräuter wie Petersilie und Minze
  • jede Menge Sesam
  • Blackbean Spaghetti von Edamamafoods statt Reisnudeln

Die ersten 2 Rollen werden einfach Haufen, weil man erst mit der Handhabe der nassen leicht klebrigen Reisblätter klarkommen muss, aber danach wird’s besser und das Ergebnis ist es allemal wert! Viel Spaß!

Is’ mir Lax! Lachs aus Möhren 🥕

Jaaaha, diese Kreativität… Team Marketing grüßt. Naja, nun. Ich hatte den Lax das erste mal von einer Firma im Bio-Supermarkt gekauft, preislich schon nicht ganz ohne, aber geschmacklich dann eigentlich ganz nice. Also hab ich mir gedacht, wie immer bei solchen Dingen: das kann ich doch bestimmt auch daheim selber machen, oder? Japp, dauert nur 2-3 Tage, aber lohnt sich…

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Experiment: Lumpias (philippinische Frühlingsrollen) selber machen

Spoiler: Ich habe geweint. Nicht vor Freude. Warum erkläre ich natürlich erst ganz am Ende.

Dadurch, dass ich seit kurzem einem semi-philipinischen Haushalt angehöre, war es nur eine Frage der Zeit bis mein Freund mich um Lumpias bitten würde. Lumpias sind auf den Philippinen (und auch in Indonesien) ein sehr beliebter Snack und werden eigentlich bei jeder Feier serviert. Wir kennen die Röllchen hierzulande eher unter dem Namen Frühlingsrolle 😉

Im Rezepteordner meiner Schwiegermutter bin ich direkt auf der ersten Seite fündig geworden: Lumpias! (komisches Wort) -Natürlich, wie die Philippinos das lieben: mit einer Füllung aus viel, viel frittiertem Fleisch und Fisch, gewickelt in Lumpia Teig und erneut frittiert. Interessant. Aber ich koche weder mit Fleisch noch Fisch; also mussten wir das Rezept bissl umbasteln und auch von cups auf Gramm ummünzen. Herausgekommen ist nichts kalorienarmes, aber eine sehr leckere vegetarische Variante mit in Ernussöl und Sojasauce angebratenen Tofuwürfelchen und viel Gemüse.

Gemüse für die Füllung
viel viel Schnippelarbeit!

Solltest du die Lumpias nachmachen wollen, dann nimm dir einiges an Zeit. Zum einen um den ganzen Eintrag einmal zu lesen (wichtige Informationen) und zum anderen für das Einkaufen, Waschen, Schnippeln, Legen und Frittieren der Röllchen.Natürlich lohnt sich das Ergebnis, einfach weil es wunderschön ist, etwas, das ein wenig aufwendiger ist selber gemacht zu haben. Ich wollte dich bloß vorgewarnt haben.

Wir notieren für 24 mittelgroße Lumpias:

  • 125g Prinzess- oder Buschbohnen
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 4 große Stangen Staudensellerie
  • 1 Chinakohl
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 200g Mungobohnensproßen
  • 400g Tofu
  • Erdnussöl
  • Sojasauce
  • Pflanzenöl zum Frittieren
  • Frühlingsrollenteig (Asia Laden)
  • 1 Ei zum Schließen der Rollen

Wenn du einen Wok daheim hast, lässt sich damit gut arbeiten, weil sich die Hitze gut verteilt und du ausreichend Platz hast. Solltest du keinen haben, muss eine Pfanne genügen.

Tipp: Günstiger bekommst du viele der Zutaten im Asia Laden deines Vertrauens (Mungobohnensproßen und Erdnussöl z.B.).

Notiz: Die Zusammenstellung der Gemüsefüllung ließe sich selbstverständlich variieren. Möhrenstreifen und Pilze sind sicherlich auch eine schöne Option. Ich würde irgendwann sogar Brokkoli versuchen wollen.

  1. Solltest der Frühlingsrollenteig noch gefroren sein, dann nimm ihn jetzt aus dem Froster damit er rechtzeitig auftaut.
  2. Gemüse waschen und alles fein schnippeln (das dauert!)
  3. Tofu klein würfeln (1/2-1cm etwa)
  4. Tofuwürfelchen in Erdnussöl (schön heiss werden lassen) goldbraun anbraten und mit Sojasauce ablöschen, beiseite stellen und auskühlen lassen
  5. Knoblauch in heissem Erdnussöl 1 Minute anbraten lassen
  6. geschnittenen Sellerie, Bohnen, Frühlingszwiebeln, Kohl und Sproßen dazugeben: beachte bei der Reihenfolge des Anbratens die sich z.T. variierenden Garzeiten (Möhren zuerst z.B.)
  7. salzen und pfeffern und je nach Gemüsemenge 1-2EL Sojasauce dazugeben
  8. immer wieder umschichten und garen lassen
  9. das Gemüse aus der Pfanne / dem Wok in ein Sieb geben damit überschüßige Flüßigkeit ablaufen kann, auf Zimmertemperatur runterkühlen lassen
  10. Tofuwürfelchen und Gemüsefüllung vermengen
  11. Arbeitsplatz vorbereiten: Frühlingsrollenteig (Achtung, der ist ein wenig zickig / kann schnell reissen), Füllung und aufgeschlagenes und verquirltes Ei, sowie eine Schale / ein Teller etc. für die fertig gerollten Lumpias sollten bereit stehen (siehe Foto)
  12. Lumpias rollen: in einem Teigquadrat jeweils 2EL der Füllung zentriert platzieren, unten umklappen, einmal rollen (tight!), Ecken umklappen, noch einmal rollen und die obere Ecke mit ein wenig Ei bestreichen, umklappen und beiseite legen: erste Rolle fertig! Unbedingt feuchtes Geschirrtuch drüber! (Teig ist wie gesagt zickig)
  13. weitermachen bis entweder Füllung oder Teig aus ist, im besten Falle natürlich beides gleichzeitig
  14. pflanzliches Öl in einem Topf heiss werden lassen und Rollen frittieren
  15. Küchentuch auslegen: Fett von den Lumpias abtropfen lassen
  16. NOMNOMNOM!

lumpias
fertig und fettig


Nun komme ich endlich dazu, warum ICH bei meinem ersten Versuch Lumpias zu machen anfing zu weinen. Das Problem war zum einen, dass ich sie wohl nicht fest (tight!) genug gerollt hatte und zum anderen das Zeitmanagement. Ich hatte die Lumpias an einem Donnerstag morgen rollen müssen, konnte sie aber erst 24h später in den Topf zum Frittieren geben. Daaaaas mochten die nicht! Der Teig war aufgedunsen und wabbelig; der Großteil der Lumpias zerfiel im Topf sofort. Darüber dass die gesamte Schnippel und Wickelarbeit umsonst war, war ich so enttäuscht, dass ich losweinte. Im Nachhinein weiß ich selber, dass das albern ist, aber jeder, der schon mal was für jemand anderen kochen oder backen wollte und das völlig misslungen ist, war darüber traurig und frustriert. So erging es mir halt an einem Freitagmorgen um 7.30 Uhr. Passiert.

Direkt am gleichen Tag kaufte mein Schwager alle Zutaten erneut und sagte, ich solle es direkt nochmal versuchen. Stunden später: zweiter Versuch war erfolgreich. Happy End also.

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kaputt gegangen! 😦